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VON KÖNNERN FÜR KENNER: UNSERE TIPPS FÜR HÖCHSTEN GRILLGENUSS!

Hier finden Sie wichtige und nützliche Informationen rund ums Thema Grillen – damit Ihr Grillabend zu einem ganz besonderen Geschmackserlebnis wird.

ANZÜNDER

Flüssige Brandbeschleuniger wie Spiritus oder Benzin haben auf dem Grill nichts verloren. Die Gefahr von Stichflammen ist viel zu groß. Sie sollten zum Anfeuern Ihres Grills deshalb nur handelsübliche, feste Anzünder verwenden. Doch auch bei festen Grillanzündern gibt es große Qualitätsunterschiede. Solche auf Kerosinbasis qualmen und stinken eventuell nach Petroleum. Verbrennen sie nicht vollständig, können sie sogar das Grillgut verderben. Besser sind Holzwachs- und Paraffinanzünder. Die meisten gängigen Paraffinanzünder sind fast rußfrei und verbrennen problemlos bei der hohen Temperatur der Kohle. Ein guter Tipp für alle, die ganz sicher gehen möchten: Achten Sie auf der Verpackung der Anzünder auf das DIN-Zeichen mit Registriernummer.

Brandgefahr

Grundsätzlich gilt: Offenes Feuer im Wald ist verboten. Gibt es an der Grillstelle jedoch die gesicherte Möglichkeit für ein Lagerfeuer, ist das eine tolle Sache. Aber bitte keinesfalls Äste der umstehenden Bäume abbrechen, nur weil Holz für das Feuer gebraucht wird! Abgesehen davon, dass dadurch das natürliche Gleichgewicht gestört wird, brennt frisches Holz sehr schlecht, denn dafür ist es viel zu feucht.

Backofen

Auch im Backofen lässt es sich lecker grillen - z. B. wenn es draußen kalt ist, oder wenn es schnell gehen soll. Hier bietet sich das Grillen kleinerer Stücke an, direkt unter der Heizspirale des Backofens. Damit der Ofen dabei sauber bleibt: Legen Sie das Grillgut am besten in eine hitzebeständige Form. Falls Sie lieber den Rost benutzen, stellen Sie eine feuerfeste Bratpfanne darunter, um abtropfenden Fleischsaft aufzufangen. Größere Fleischstücke oder Geflügel grillen Sie besser gleich per Umluft. Wichtig ist der Backofen für alle Griller, egal ob drinnen oder draußen. Denn während man auf dem Rost brutzelt, werden im Ofen die knusprigen Baguette-Spezialitäten als Beilage aufgebacken.

Direktes Grillen

Die meisten Hobbygriller bereiten ihre Steaks und Würstchen direkt über der Hitzequelle zu. "Direktes Grillen" heißt diese Grilltechnik. Das Grillgut bekommt auf diese Weise nur von der unteren Seite die benötigte Hitzezufuhr. Oft ist die Temperatur auf dem Grillrost viel zu hoch und Sie müssen das Grillgut in kurzen Zeitabständen wenden. Besonders problematisch bei diesen Temperaturen: Selbst bei häufigem Wenden ist die Gefahr groß, dass das Gegrillte anbrennt. Vor allem Paprika und Kräuter, die in den meisten Würzmischungen und Marinaden enthalten sind, verändern bei zu großer Hitze ihren Geschmack und das herrliche Aroma ist dahin. Außerdem passiert es beim direkten Grillen häufig, dass Fett in die Hitzequelle tropft und es zu einer starken Rauchentwicklung kommt. Das sollten Sie unbedingt vermeiden. Oft wird zwar behauptet, dass so das typische Grillaroma entsteht, aber der Qualm kann gesundheitsgefährdende Stoffe enthalten.

Elektrogrill

Wollen Sie nur im kleinen Kreis und vielleicht sogar zu Hause in der Wohnung grillen? Dann ist ein Elektrogrill genau das Richtige: Er passt auf jeden Tisch und im Gegensatz zum Holzkohlegrill gibt es mit ihm weniger Rauch. Auch hier können Sie gleich mit dem Brutzeln beginnen, denn diese Grillgeräte sind schon kurz nach dem Einschalten einsatzbereit. Unterschiede gibt es vor allem bei der Grilloberfläche: Am häufigsten sind die Grills mit einer speziell beschichteten Gussplatte ausgestattet. Heizstäbe unter der Platte sorgen für ausreichend Hitze zum Grillen. Leider sind Geräte mit Deckel bei den Elektrogrills noch selten, so dass nur direktes Grillen möglich ist. Bedenken Sie beim Einkauf des Grillguts: Große Fleischstücke sind für den Elektrogrill ungeeignet. Bereiten Sie diese besser im normalen Backofen in der Küche zu, sofern er eine Funktion "Grillen" hat.

Feuerschutz und Sicherheit

Zwar geht's beim Grillen heiß her, aber brenzlig soll es für Sie deswegen nicht werden. Mit ein paar Regeln im Hinterkopf vermeiden Sie gefährliche Situationen und schützen sich und Ihre Gäste vor Verbrennungen. Achten Sie beim Aufstellen Ihres Grills darauf, dass er auf feuerfestem, sicherem Untergrund steht und genug Abstand zu umliegenden brennbaren Gegenständen hat. Schon ein kleiner Windzug kann glühende Kohleteilchen aufwirbeln und zum Beispiel trockenes Gras entzünden. Egal ob feste oder flüssige Grillanzünder: Für das Anheizen von Holzkohle sollten nur Anzünder verwendet werden, die ein DIN-EN- oder ein TÜV-Siegel tragen und damit sauberes, rückstandsfreies Verbrennen garantieren. Hände weg von Benzin, Spiritus und anderen Brandbeschleunigern - sie sind für's Grillen viel zu gefährlich. Grillgeräte sollten standfest und solide verarbeitet sein. Trägt das auch Gerät ein DIN-EN-, TÜV- oder LGA-Zeichen, sind Sie auf der sicheren Seite. Halten Sie zum Löschen immer einen Eimer Wasser neben dem Grill bereit. Aber Vorsicht: Niemals Wasser auf heißes Fett gießen! Das Wasser verdampft durch die Hitze schlagartig und verspritzt das flüssige Fett. Tragen Sie als Grillmeister immer Grillhandschuhe. Auch wenn man noch so geübt ist, kommt es vor, dass man einmal schnell Hand anlegen und heiße Gegenstände anfassen muss. Halten Sie Kinder vom Grill fern. Fett, das auf die Glut oder in die Flammen heruntertropft, kann ganz plötzlich zu großer Flammenbildung führen. Besondere Vorsicht ist deshalb geboten. Bei Gasgrillgeräten sollten Sie die Anschlüsse auf Dichtigkeit überprüfen, bevor Sie mit dem Grillen beginnen. Der Verbindungsschlauch darf auf keinen Fall der Hitze ausgesetzt sein. Beim Elektrogrill gibt es zwar keine glühenden Kohlen, aber die Finger kann man sich trotzdem verbrennen. Stellen Sie den Grill immer auf festen Untergrund und achten Sie darauf, dass die Steckdose gut zugänglich ist. Im Ernstfall kann so schnell der Stecker gezogen werden. Gleichzeitig sollte das Stromkabel jedoch so verlegt sein, dass es nicht zur Stolperfalle wird. Kommt es zu einem Brand, löschen Sie den Elektrogrill nicht mit Wasser, sondern mit einer Decke oder dem Feuerlöscher. Entsorgen Sie die Asche nach Ihrer Grillparty erst am nächsten Tag, wenn sie vollständig abgekühlt ist. Selbst dann sollten Sie die verbrannte Grillkohle nicht in einen Plastikeimer oder -sack geben. Benutzen Sie lieber einen Blecheimer. Sollten Sie sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einmal verbrennen, kühlen Sie die Stelle sofort mit viel kaltem Wasser (auch Mineralwasser ist möglich), decken Sie die Wunde keimfrei ab und kontaktieren Sie einen Arzt.

Fleisch-Garzeiten

Die Garzeiten richten sich nach Sorte, Dicke und Größe des Grillgutes. Die Faustregel für die Garzeiten lautet: Pro ein Zentimeter Fleischdicke ein bis zwei Minuten je Seite zum Durchgaren einrechnen. Bei Würstchen reichen erfahrungsgemäß meistens vier bis fünf Minuten pro Seite. Hier einige Erfahrungswerte zur Gesamtdauer der Garzeit für unterschiedliche Fleischsorten:

Rindfleisch:
Steak, innen voll rosa: 8 bis 9 Minuten
Steak, durchgebraten: 12 bis 13 Minuten

Schweinefleisch:
Kotelett und Steak, durchgebraten: 10 bis 12 Minuten
Achtung! Schweinefleisch sollte nur durchgebraten gegessen werden. So können Sie sicher sein, dass keine gesundheitsschädlichen Keime mehr im Fleisch sind.

Lammfleisch:
Lammrückensteak: 6 Minuten (rosa), 8 Minuten durchgebraten
Lammfilet: 4 Minuten

Geflügel:
Putensteak: 12 Minuten
Hähnchenbrust: 12 Minuten
Achtung! Auch Geflügel sollte nur durchgebraten gegessen werden. So können Sie sicher sein, dass keine gesundheitsschädlichen Keime mehr im Fleisch sind. Mein persönlicher Tipp, um die Garstufe des Grillfleischs herauszufinden: Einfach mit der Grillzange auf das Stück Fleisch drücken. Fühlt es sich beim Drücken weich an, ist es im Kern noch roh. Federt es leicht beim Nachgeben, ist es rosa. Fühlt es sich fest an, ist es auch innen durchgegart.
Unter den Profis gibt es noch ein weiteres Hilfsmittel: Wir verwenden Fleisch- oder Bratenthermometer. Sie werden an der dicksten Stelle des Fleischstückes eingestochen und zeigen stets die genaue Kerntemperatur an. Sie können das Thermometer einfach stecken lassen, bis das Fleisch im Kern die richtige Temperatur hat. So kann man exakt auf den Punkt grillen. Selbst ein Roastbeef ist dann auch für Sie kein Problem mehr. Empfohlene Kerntemperaturen: Natürlich sollten Sie und Ihre Gäste fertig gegrillte Fleischstücke auch sofort genießen. Doch das ist ja nicht immer möglich. Halten Sie kleine Fleischstücke trotzdem nicht auf der Glut warm, denn dort trocknet es aus, wird zäh und verliert seinen guten Geschmack. Packen Sie es stattdessen in Alufolie.

Geschichte

Schon bei den Neandertalern war Grillen sehr beliebt. Diese ursprüngliche Art der Nahrungszubereitung hat eine alte Tradition. Schon vor 300.000 Jahren wurde Fleisch über dem Feuer geröstet. Dies zeigen alte Feuerstellen, in denen versteinerte Fleischreste gefunden wurden. Die ältesten von Forschern entdeckten Grillstellen liegen in China bei Peking und in Frankreich. Mittlerweile sind wir auf das Feuer nicht mehr angewiesen, heute wird nur zum Spaß gegrillt und allein in Deutschland werden jährlich rund drei Millionen Grills verkauft! Kein Wunder, denn schließlich beinhaltet Grillen immer noch ein kleines bisschen Abenteuer. Das Spiel mit dem Feuer, rohes Fleisch über der Glut wenden: Die Feuerstelle ist meistens Männersache - damals wie heute. An dem, was auf den Grill kommt, hat sich allerdings einiges geändert. In grauer Vorzeit hingen in europäischen Breitengraden wohl Elche und Wildschweine über dem Feuer. Während die Ägypter bei ihren frühen Grillpartys noch Hyänen und Krokodile servierten, wurde bei den Römern schon die erste Bratwurst aufgetischt. Natürlich von Sklaven serviert, denn viele tausend Jahre lang war das Grillen nur den Wohlhabenden vorbehalten. Schließlich tropfte dabei wertvolles Fett ungenutzt ins Feuer! Überhaupt stand Fleisch bis Ende des 19. Jahrhunderts nur selten auf dem Speiseplan des niederen Volkes. Mit Ausnahme der Grill-Pioniere in Amerika. Dort grillten sich die Trapper im 17. Jahrhundert schon einmal einen ganzen Bison Barbeàqueue - als vom Bart bis zum Schwanz. So entstand der amerikanische Begriff "Barbecue". Heute steht Barbecue in Amerika ganz allgemein für ein Gartenfest, bei dem gegrillt wird. Besonders lecker zum American Barbecue.

Gesund Grillen

An einem sonnigen Tag unter freiem Himmel zu grillen, ist Balsam für Leib und Seele. Dabei tun nicht nur die frische Luft und die Sonnenstrahlen gut. Knackige Salate als Beilage und frisches Gemüse vom Grill enthalten viele Vitamine, die für eine ausgewogene Mahlzeit wichtig sind. Aluminiumschalen schützen das Gemüse beim Grillen vor Vitaminverlust und verhindern außerdem, dass es nicht so schnell anbrennt. Inzwischen gibt es auch Grills mit Wokeinsatz. Damit lassen sich Fleisch und Gemüse besonders fettarm und schonend zubereiten. Somit kommen auch ernährungsbewusste Genießer voll auf ihre Kosten. Zum Schluss gibt es sogar Gesundes für Naschkatzen: Einfach ein paar Apfelscheiben, Ananas- und Bananenstücke mit einer Marinade aus flüssiger MEGGLE-Joghurt-Butter und Honig bestreichen, auf Spieße stecken und fünf bis zehn Minuten zum Karamellisieren auf den Grillrost legen. Das Obst entfaltet unter Hitzeeinwirkung ein intensives Aroma und ist ein herrlich süßes Finale für die Grillparty.

Gasgrill

Wer sofort nach dem Anzünden mit dem Grillen loslegen will, der ist mit einem Gasgrill gut beraten. Ein weiterer Unterschied zum Holzkohlegrill: Hier kommt es nicht so schnell zu einer starken Rauchentwicklung. Entscheiden Sie sich für einen Gasgrill, sollten Sie bei der Geräteauswahl unbedingt auf Folgendes achten: Die Temperaturregelung erfolgt bei Gasgrillgeräten über die Gaszufuhr. Zwei oder mehr getrennt regelbare Brenner sind dabei wichtig, um den Gasgrill so vielseitig wie den Holzkohlegrill einsetzen zu können. Abtropfendes Fett darf auf keinen Fall in die Brenner gelangen. Achten Sie deshalb darauf, dass das Gerät spezielle Stahlbleche über den Flammen oder seitlich angebrachte Brenner hat. Auch bei diesen Grills ist die Devise: Gutes Material zahlt sich aus! Langfristig lassen sich hochwertige Metalle einfach besser sauber halten. Die Roste und die Fettauffangwanne sollten sich problemlos zum Reinigen entnehmen lassen. Ist der Grill zusätzlich mit seitlichen Ablageflächen ausgestattet, haben Sie genug Platz, um Grillgut und Grillbesteck griffbereit abzustellen.

Holzkohlegrill

Für den Klassiker unter den Grills braucht man nicht nur schönes Wetter, sondern auch etwas Zeit. Planen Sie mindestens 20 bis 30 Minuten ein, die die Kohle nach dem Anzünden zum Durchglühen benötigt. Doch das Warten lohnt sich: Viele Grillfans schwören auf das einzigartige Aroma, das die Holzkohle dem Grillgut verleiht. Bei der Geräteauswahl sollten Sie auf ein paar Kleinigkeiten achten: Moderne Grillgeräte sind beinahe immer mit einem Deckel ausgestattet. Gut für Sie! So können Sie fast alle Grilltechniken ausprobieren: Ob direktes oder indirektes Grillen - versuchen Sie doch einmal etwas Neues. Gut konstruierte Grillvorrichtungen zeichnen sich zudem dadurch aus, dass abtropfendes Fett nicht in die Glut gelangen kann. Ein höhenverstellbarer Grillrost ist inzwischen ein Muss, denn die neuen Geräte steuern so die Luftzufuhr. Besonders praktisch ist bei größeren Grills eine Rollvorrichtung an den Standbeinen, die den Transport vereinfacht. Nach dem Grillen ist vor dem Grillen. Damit Sie lange Freude an Ihrem Grill haben und sich dieser gut reinigen lässt, sollten Sie beim Kauf auf hochwertige Materialien achten. Ein Tipp: Emaillierungen schützen meist besser vor Rost als Lackierungen. Allerdings sollte die Emaillierung nicht zu dünn sein. Bereits leichte Stöße können dann nämlich zu Absplitterungen führen und mit dem rostfreien Grillen ist es bald vorbei. Einige Grills sind bereits mit speziellen Asche-Systemen ausgestattet, die Ihnen das Säubern obendrein erleichtern. Eines gilt jedoch immer: Reinigen Sie den Grillrost nach jeder Benutzung. Eine Messingbürste eignet sich dafür gut. Ist die gerade nicht zu Hand, können Sie auch etwas zusammengeknüllte Alufolie verwenden. Her mit der Kohle! Zusammen mit dem Grillgut ist das wichtigste Utensil für Ihre Grillparty die Holzkohle. Sie muss trocken gelagert werden, weil sie sonst Feuchtigkeit zieht und es mühsam wird, das Feuer in Gang zu bringen. Papier, Holz oder etwa Kiefernzapfen sind keine gute Alternative zur Grillkohle, denn es entsteht beim Verbrennen zu viel Qualm. Das gefällt weder Ihren Nachbarn noch ist es zuträglich für den Geschmack Ihres Grillguts. Sobald die Holzkohlestücke mit einer feinen weißen Ascheschicht überzogen ist, hat die Glut ihre optimale Temperatur. Der richtige Abstand zwischen Hitzequelle und Grillgut ist wichtig für die Dauer und den Geschmack des Gegrillten. Der richtige Rostabstand lässt sich bestimmen, indem die Hand zwei Sekunden über den Rost gehalten wird. Ist das möglich, ohne dass es zu heiß wird, ist die Hitze genau richtig. Muss die Hand schon vorher zurückgezogen werden, ist die Temperatur auf dem Rost zu hoch. Und wenn die Hand noch länger über dem Grill gehalten werden könnte, ist die Hitze zu schwach. Dann bringt man den Rost entsprechend näher zur Glut oder heizt sie zusätzlich an. Sie sollten beim Grillen auch nicht vergessen, gelegentlich frische Holzkohle nachzulegen, damit Sie durchgehend dieselbe Temperatur auf dem Grill haben. Achtung: Gehen Sie dabei sehr behutsam vor, um ein Aufwirbeln der Aschepartikel zu verhindern. Auch beim Grillkohle-Einkauf sollte darauf geachtet werden, dass sie ein DIN-EN Prüfsiegel trägt.

Heisser Stein

Den heißen Stein gibt es schon seit Urzeiten. Die Idee, eine Steinplatte über glühende Kohlen zu legen und als Grillfläche zu benutzen, ist ebenso einfach wie genial! Und gesundheitsbewusst zudem, denn für diesen Grillspaß brauchen Sie kein Fett. Damit Fleisch, Fisch oder Gemüse nicht auf der Steinfläche anbraten, einfach ein wenig Salz darauf streuen, das genügt. Erhitzt wird der Naturstein auf der Herdplatte oder im Backofen auf höchster Stufe, ca. 20 bis 30 Minuten lang. Auf der dazugehörigen Halterung aufgelegt hält er die Wärme für eine halbe Stunde. Inzwischen gibt es auch elektrisch betriebene Geräte im Handel. Der Vorteil: Die Steinplatte muss nicht vorab erwärmt werden und bleibt die ganze Zeit konstant heiß. Das Reinigen sehr einfach: Sobald der Stein abgekühlt ist, spült man ihn mit warmem Wasser, aber ohne Spülmittel ab. Bleiben noch Reste zurück, können Sie diese problemlos mit einem rauen Schwamm oder einen Küchenschaber entfernen.

Indoor Grillen

Begeisterte Grillfans möchten am liebstem das ganze Jahr hindurch ihrer Leidenschaft nachgehen. Zwar kann man den Holzkohlegrill nicht im Wohnzimmer aufbauen, aber neben dem Elektrogrill können Sie mit dem heißen Stein, dem Raclette oder dem guten alten Backofen den Grillspaß bis in den Winter verlegen.

Indirektes Grillen

Beim indirekten Grillen hingegen wird die Fläche unter dem Grillrost nur zu 25 bis 30 Prozent beheizt. Der große Unterschied bei dieser Methode: Direkt unter dem Grillgut befindet sich keine Hitzequelle. So kann sich durch herabtropfendes Fett kein Rauch entwickeln. Die Grillrostfläche hat beim indirekten Grillen zwei unterschiedliche Temperaturbereiche: Direkt über der Hitzequelle 250 bis 350° Celsius, auf dem Rest der Fläche nur 120 bis 180° Celsius. Wird zusätzlich noch der Deckel des Grills geschlossen, wird die Hitze im Grill gehalten und zirkuliert um das Grillgut. So werden Steaks, Würstchen, Fisch und Gemüse von allen Seiten gleichmäßig gegart, ohne dass Sie es ständig wenden müssen. Auch die Würzmischung ist vor dem Verbrennen geschützt und kann den vollen Geschmack entfalten. Und noch ein Vorteil: Bei der indirekten Grillmethode kann man auch Grillgut auflegen, das ansonsten nur sehr schwierig gedreht werden kann. Auch große Stücke, die mehr als ein Kilogramm wiegen, lassen sich so über einen längeren Zeitraum ohne viel Aufwand zubereiten.

Kerzen und Fackeln

Natürlich möchten Sie die Grillparty nicht abbrechen, wenn es beginnt, zu dämmern. Duftlampen und Zitronenkerzen sind gleich mehrfach praktisch - sie geben angenehmes Licht, sind schöne Dekoration und halten außerdem lästige Stechmücken fern. Kleine Windlichter lassen sich ganz leicht zu Hause vorbereiten: Einfach ein Teelicht in ein Glas und das wiederum in ein farbiges Papiertütchen stellen - fertig ist die bunte und windgeschützte Beleuchtung. Ist der Grillplatz dafür geeignet, dann können Sie auch Fackeln in die Erde stecken. Die Umgebung sollte jedoch nicht zu trocken und der Abstand zu umstehenden Pflanzen ausreichend sein - denn auch hier droht Feuergefahr! Dabei gilt natürlich auch: Offenes Feuer und Kerzen niemals unbeaufsichtigt lassen! Eine Taschenlampe gehört auf alle Fälle ins Gepäck, dann können Sie auch bei Dunkelheit in Ruhe Ihre Sachen zusammenpacken und finden wieder gut nach Hause. Bitte beachten Sie auch unsere Tipps zum Thema Feuerschutz.

Naturbewusst

Ob im Park oder auf der Wiese: Wer gerne im Grünen grillt, der weiß intakte Natur zu schätzen. Dort zu grillen, wo es verboten ist oder Müll am Grillplatz zu hinterlassen, ist selbstverständlich tabu für echte Grillfreunde. Sie haben immer eine Tüte parat, in der sie entstandenen Müll wieder mit nach Hause nehmen.

Raclette

Vor allem in der Weihnachts- und Silvesterzeit sind gemütliche Abende in geselliger Runde beliebt. Raclette ist ein ideales Gericht für ausgedehntes Schlemmen. Wie bei allen anderen Indoor-Grill-Methoden auch, eignet sich jede Art von Fleisch zum Grillen auf dem auf dem Raclette-Rost - Hauptsache, es ist dünn geschnitten. Schweinefilets und Geflügel, Würstchen und Speck, Spiegeleier oder Gemüse - ein buntes Allerlei passt zum Raclette. Unser Tipp: Entstielen Sie Champignons und füllen Sie diese mit Kräuterbutter. Braten Sie sie dann auf der Grillfläche bis die Butter geschmolzen ist - ein Genuss!

Rezepte

Grillen nach Rezept? Kein Problem! Wir haben Ihnen eine Auswahl an leckeren Grill-Rezepten zum Nachgrillen zusammengestellt. Egal ob Fleisch, Fisch oder Vegetarisch: hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Klicken Sie einfach hier und suchen Sie sich Ihr Grill-Rezept.

Tabus auf dem Rost

Bei der Wahl des Grillguts sind Ihrer Phantasie keine Grenzen gesetzt: Ob Fleisch, Fisch, Gemüse oder Obst - alles kann gegrillt werden. Nur bei Fleisch und Fisch müssen Sie beachten, dass nicht alle Sorten auf den Rost gehören. So ist zum Beispiel Gepökeltes und Geräuchertes absolut tabu - es ist für die hohen Temperaturen, die beim Grillen entstehen, nicht geeignet. Heiß und knusprig mögen wir's vom Grill, aber bitte nicht zu schwarz: Der Gesundheit zuliebe sollte, was zu lange auf dem Grill lag und angebrannt ist, besser nicht mehr gegessen werden. Dass Ihr Grillgut verbrennt, können Sie verhindern, indem Sie es erst dann auflegen, wenn die Kohle richtig durchgeglüht ist. Der Grillrost sollte dann ausreichend Abstand zu den Kohlen haben: Mit 10 cm sind Sie auf der sicheren Seite. Wird dann auch noch darauf geachtet, dass kein Fett heruntertropft und verbrennt, steht einem gesunden Grillgenuss nichts mehr im Weg. Und wer auf Nummer sicher gehen will, verwendet am besten Grillschalen aus Aluminium. So kommt das Grillgut nicht in direkten Kontakt mit dem Rost und ist der Hitze weniger ausgesetzt.

Unterwegs Grillen

Mit dem Grill im Gepäck verwandeln Sie schnell jede schöne Wiese zu Ihrem persönlichen Grillplatz - sofern das Grillen dort erlaubt ist! Wo Sie geeignete Grillplätze in Ihrer Umgebung finden, verrät Ihnen die Website Ihrer Stadt. Wichtig ist beim Grillen unterwegs allerdings die Transportfähigkeit Ihres Gerätes. Schließlich haben Sie noch mehr zu tragen, zum Beispiel die gut gefüllte Kühltasche und die Grillkohle. Achten Sie aber trotz der Transportfähigkeit auf einen möglichst großen Rost, der sich auch in der Höhe verstellen lässt. So können Sie die Hitzeeinwirkung besser regulieren. Feste Stellfüße sind zu Ihrer eigenen Sicherheit ein Muss. Für ungetrübten Grillspaß bis zum Schluss: Reinigen Sie Ihren Grill, bevor Sie ihn wieder einpacken. Mit einer Messingbürste oder etwas zusammengeknüllter Alufolie ist das schnell erledigt.

Vorbereitung

Egal, wo Sie Ihre Grillparty feiern: In der Küche nimmt alles seinen Anfang. Hier werden die Beilagen zubereitet, das Grillfleisch eingelegt, die Getränke kalt gestellt - und meistens auch der Einkauf geplant. Gönnen Sie sich selbst genügend Vorbereitungszeit, damit für die Party alles perfekt ist und Sie trotzdem entspannt bleiben können. Am besten erledigen Sie schon einige Handgriffe am Vortag, vor allem wenn Sie Grillgut in Marinaden einlegen möchten. Planen Sie großzügig und überlegen Sie, wann es mit dem Grillen losgehen soll - Holzkohle braucht 20 bis 30 Minuten, bis sie richtig glüht. Und noch ein Tipp: Lassen Sie sich doch vom Metzger gleich einen Teil der Fleischwaren vakuum verpacken. Falls der Hunger der Gäste doch nicht so groß ist, können Sie das übrig gebliebene Fleisch auf diese Weise ohne Bedenken noch ein paar Tage bis zum nächsten Grillen im Kühlschrank aufbewahren. Überall da, wo kein Kühlschrank zur Verfügung steht, kommt die Kühltasche oder Kühlbox zum Einsatz. Damit bleiben Getränke und Grillgut auch im Freien frisch und kühl. Sogar beim Grillen im eigenen Garten ist die Kühlbox praktisch, denn so spart man sich als Gastgeber den Weg in die Küche zum Kühlschrank. Wichtig dabei ist, dass man die Kühlakkus bereits ein bis zwei Tage vorher ins Gefrierfach legt, damit sie auch zuverlässig kühlen. Beachten Sie beim Kauf von Akkus, dass es deutliche Unterschiede bei der Dauer der Kühlleistung gibt!

Zubehör

Bevor es so richtig losgeht, sollten Sie sich ein paar praktische Helfer bereit legen: Ein Tranchierbrett mit Saftrinne und ein scharfes Messer zum Aufschneiden des Grillgutes sowie einen Pinsel, mit dem Sie das Grillgut und den Rost mit Öl bestreichen. Am besten verwenden Sie einen Pinsel mit Naturborsten - die schmoren auch bei hohen Temperaturen nicht. Zum Auflegen und Wenden der Fleischstücke ist eine lange Grillzange unverzichtbar. Wer stattdessen mit einer normalen Gabel arbeitet, holt sich schnell heiße Finger. Außerdem geht durch das Anstechen wertvoller Fleischsaft verloren und das Grillgut wird schnell trocken und zäh. Grillhandschuhe schützen vor Hitze und Verbrennungen, wenn Sie über der Glut hantieren oder den Rost versetzen. Halten Sie Aluminiumfolie bereit. Empfindliches Grillgut kann darin eingewickelt und schonend gegart werden. Klein geschnittenes Gemüse ist schwer zu wenden und kann dabei leicht durch den Rost fallen. Legen Sie es deshalb in Aluminiumschalen. So können Sie Ihr Gemüse problemlos mit einer Marinade oder Kräuterbutter garen. Schaschlikspieße erleichtern Ihnen das Grillen von kleinen Fleischstückchen, aber auch Gemüse und Obst fallen damit nicht durch den Rost. Wenn Sie Holz- statt Metallspieße verwenden möchten, sollten Sie diese ca. 1 Stunde vorher in Wasser einweichen, dann verkohlen sie nicht so schnell. Eine stabile, langstielige Grillbürste erleichtert das Reinigen des Rostes bereits während des Grillens. Verbrannte Rückstände können so nicht am Grillgut hängen bleiben.