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Schon bei den Neandertalern war Grillen sehr beliebt. Diese ursprüngliche Art der Nahrungszubereitung hat eine alte Tradition. Schon vor 300.000 Jahren wurde Fleisch über dem Feuer geröstet. Dies zeigen alte Feuerstellen, in denen versteinerte Fleischreste gefunden wurden. Die ältesten von Forschern entdeckten Grillstellen liegen in China bei Peking und in Frankreich. Mittlerweile sind wir auf das Feuer nicht mehr angewiesen, heute wird nur zum Spaß gegrillt und allein in Deutschland werden jährlich rund drei Millionen Grills verkauft! Kein Wunder, denn schließlich beinhaltet Grillen immer noch ein kleines bisschen Abenteuer. Das Spiel mit dem Feuer, rohes Fleisch über der Glut wenden: Die Feuerstelle ist meistens Männersache - damals wie heute. An dem, was auf den Grill kommt, hat sich allerdings einiges geändert. In grauer Vorzeit hingen in europäischen Breitengraden wohl Elche und Wildschweine über dem Feuer. Während die Ägypter bei ihren frühen Grillpartys noch Hyänen und Krokodile servierten, wurde bei den Römern schon die erste Bratwurst aufgetischt. Natürlich von Sklaven serviert, denn viele tausend Jahre lang war das Grillen nur den Wohlhabenden vorbehalten. Schließlich tropfte dabei wertvolles Fett ungenutzt ins Feuer! Überhaupt stand Fleisch bis Ende des 19. Jahrhunderts nur selten auf dem Speiseplan des niederen Volkes. Mit Ausnahme der Grill-Pioniere in Amerika. Dort grillten sich die Trapper im 17. Jahrhundert schon einmal einen ganzen Bison Barbeàqueue - als vom Bart bis zum Schwanz. So entstand der amerikanische Begriff "Barbecue". Heute steht Barbecue in Amerika ganz allgemein für ein Gartenfest, bei dem gegrillt wird. Besonders lecker zum American Barbecue.